Wie sollte ein gut diversifiziertes Depot aufgebaut sein?
Erst das Fundament, dann das Depot. Bevor wir Fonds und ETFs auswählen, klären wir, welche Aufgabe Ihr Depot in Ihrer Finanzplanung übernehmen soll.
Wann benötigen Sie Ihr Geld wieder? Für unerwartete Ausgaben sollte ein Notgroschen bereitstehen. Auch für absehbare Anschaffungen brauchen Sie Rücklagen. Tages- und Festgeld betrachten wir deshalb getrennt vom Wertpapierdepot.
Danach schauen wir auf Ihre Altersvorsorge: Welche gesetzliche Rente, Betriebsrente oder sonstigen Alterseinkünfte erwarten Sie? Welche staatlich geförderten Vorsorgeverträge bestehen bereits? Erst mit diesem Überblick lässt sich entscheiden, wie Sie Ihr Depot anlegen möchten.
Zwei Strategien als Beispiele
Unsere Strategien Dynamik und Basis zeigen zwei unterschiedliche Wege. Welche Ausrichtung zu Ihnen passt, hängt vor allem davon ab, wie lange Sie investieren möchten und welche zwischenzeitlichen Wertverluste Sie tragen können.
Dynamik
Die Strategie Dynamik setzt vollständig auf Aktien-ETFs und langfristige Wachstumschancen. Sie richtet sich an Anleger, die stärkere Kursschwankungen aushalten können.
Das Depot umfasst 20 ungefähr gleich gewichtete, physisch replizierende ETFs. Es investiert in Industrie- und Schwellenländer, große und kleinere Unternehmen sowie unterschiedliche Anlagestile. Hinzu kommen Schwerpunkte wie Infrastruktur, Energie, Wasser oder Gold- und Rohstoffunternehmen.
Auch bei breiter Streuung bleibt es ein reines Aktiendepot, dessen Wert bei einem Börsenrückgang deutlich fallen kann.
Basis
Dagegen verbindet die Strategie Basis Aktienfonds und Aktien-ETFs mit Mischfonds und Rentenfonds. Ihr Depot besteht ebenfalls aus 20 ungefähr gleich gewichteten Bausteinen.
Aktien eröffnen Wachstumschancen; Misch- und Rentenfonds können Schwankungen abfedern, sind aber ebenfalls nicht vor Verlusten geschützt.
Die Strategie berücksichtigt unter anderem Qualitäts- und Dividendenaktien, große internationale Unternehmen und Nebenwerte. Ergänzend kommen Bereiche wie Infrastruktur, Technologie, Gesundheitswesen, Finanzen, Energie und Gold- oder Edelmetallunternehmen infrage.
Beide Strategien werden im Rahmen der Vermögensverwaltung der NFS Hamburger Vermögen GmbH umgesetzt. Wir entwickeln die Anlagekonzepte als Strategieberater weiter und wählen Fonds und ETFs anhand festgelegter Qualitätskriterien aus. Dabei setzen wir auf eine langfristige Ausrichtung statt auf kurzfristige Börsenprognosen.
Viele Fonds bedeuten noch keine gute Streuung
Entscheidend ist, was tatsächlich in den Fonds steckt. Mehrere Fonds können dieselben großen Unternehmen enthalten. Auch ein hoher Deutschlandanteil oder ein Schwerpunkt auf nur einer Branche kann ein Klumpenrisiko schaffen.
Deshalb prüfen wir, wie das Geld über Unternehmen, Regionen, Branchen und Währungen verteilt ist. Bei der Auswahl achten wir besonders auf sechs Punkte:
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Gewichtung
Selbst ein Fonds mit Tausenden Aktien kann stark von wenigen großen Unternehmen abhängen. Wir schauen deshalb auf deren tatsächlichen Anteil.
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Indexnachbildung
Wir wählen physisch replizierende ETFs. Diese halten die Wertpapiere eines Index vollständig oder als repräsentative Auswahl. Synthetische, swapbasierte ETFs setzen wir nicht ein.
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Erträge
Manche Fonds zahlen Dividenden aus, andere legen sie wieder an. Welche Variante sinnvoll ist, hängt auch davon ab, ob Sie laufende Auszahlungen wünschen.
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Währungsrisiken
Wir betrachten die Währungen der enthaltenen Anlagen. Ob ein ETF an der Börse in Euro gekauft wird, sagt darüber allein noch wenig aus.
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Kosten
Neben den laufenden Fondskosten zählen auch Kauf-, Verkaufs- und Verwaltungskosten. Bei ETFs prüfen wir zudem, wie nah ihre tatsächliche Wertentwicklung am Vergleichsindex liegt.
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Anlageschwerpunkt
Ein zusätzlicher Fonds sollte eine sinnvolle Aufgabe erfüllen. Wir prüfen, ob er das Depot ergänzt oder vorhandene Schwerpunkte lediglich vergrößert.
So können sich verschiedene Bausteine in unterschiedlichen Marktphasen ergänzen.
Eine breite Streuung verringert einzelne Risiken, verhindert aber keinen allgemeinen Markteinbruch.
Regelmäßig prüfen und anpassen
Einmal im Jahr überprüfen wir die Gewichtung des Depots. Haben sich die Anteile durch Kursentwicklungen stark verschoben, können wir die geplante Aufteilung durch Rebalancing wiederherstellen. Dabei berücksichtigen wir Kosten und Steuern.
Eine starre 60/40-Regel wenden wir nicht an. Maßgeblich sind Ihre finanzielle Situation, Ihr Anlagehorizont und die Frage, mit welchen Wertschwankungen Sie sich wohlfühlen.
Erst die Bestandsaufnahme, dann die Strategie
Ein gut diversifiziertes Depot beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Wenn Liquidität, Rücklagen und Altersvorsorge geklärt sind, können wir die Anlagestrategie passend zu Ihren Zielen auswählen.
Sie möchten wissen, welche Aufgabe Ihr Depot übernehmen soll? Sprechen Sie uns an – wir schauen gemeinsam auf Ihre gesamte Finanzplanung.
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine persönliche Anlageempfehlung dar. Ob eine Anlage für Sie geeignet ist, hängt von Ihrer individuellen finanziellen Situation, Ihren Zielen und Ihrer Risikobereitschaft ab.
Quellen: mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz aufbereitet.
