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Kampf David gegen Goliath oder Kleinanlegern gegen die Wall-Street-Haien

News vom 05.02.2021

News vom 05.02.2021 - Finanzcoching Helmut Böse

Junge Kleinanleger organisieren sich in Internetforen, um die Kurse von Firmen wie Gamestop nach oben zu treiben und Kasse zu machen.

Darunter leiden einst mächtige Hedgefonds und Leerverkäufer. Millionen kleiner Robin Hoods erobern die Wall Street und machen die Finanzwelt besser. Dieser Eindruck entsteht, wenn man hört, dass sich junge Kleinanleger in Scharen organisieren, um die Kurse einzelner Aktien katapultartig nach oben zu treiben. Damit bringen sie plötzlich milliardenschwere Hedgefonds kräftig in Schieflage und erfreuen Gegner professioneller Spekulanten.

Kleinanleger sind seit Mitte Januar massenweise bei der Aktie der Computerspielekette eingestiegen und haben dafür gesorgt, dass der Börsenwert um das 17-Fache gestiegen ist. Gamestop ist nicht der einzige Titel, der so gehypt wird. Die jungen Anleger verabreden sich in Internetforen wie Reddit zu konzertierten Kaufaktionen und profitieren dabei von professionellen Investoren wie Hedgefonds, die auf fallende Kurse gewettet haben. Allein in dieser Woche hat das den Gamestop-Kurs von 75 auf zeitweise 380 Dollar nach oben getrieben.

Es gibt anscheinend Absprachen von Hedgefonds mit Handelsplattformen und Web-Servern zur Abwehr von Bedrohungen von deren Marktdominanz. Die Unternehmen der Wall Street dürften nicht zu ihrem eigenen Vorteil den öffentlichen Zugang zum freien Markt beschränken, teilte der Staatsanwalt mit. "Es stinkt nach Korruption."

Bei dem Konflikt stehen sich Hedgefonds, die auf den Verfall von Aktien angeschlagener Firmen wetten, und teils in Online-Foren organisierte Hobby-Anleger gegenüber, die die Kurse mit konzertierten Käufen nach oben treiben. Durch die Handelsrestriktionen von Brokern wie Robinhood sehen sich die Kleinanleger, die in dem Kräftemessen zuletzt die Oberhand hatten, auf ihrer Gewinnstrecke ausgebremst. Einige Hedgefonds erlitten bei ihren Wetten extrem hohe Verluste, deshalb gibt es den Verdacht, dass die Handelsplattformen ihnen den Rücken freihalten. Robinhood und Co streiten dies ab, doch die Empörung ist nicht nur bei der Anleger-Community groß, sondern auch in der Politik.

(Eintrag vom 05.02.2021)

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