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20. Deutscher Fonds Kongress in Mannheim

News vom 31.01.2020

News vom 31.01.2020 - Finanzcoching Helmut Böse

Zwei Tage Erfahrungsaustausch mit Kollegen, von hochkarätigen Experten lernen und neue Kontakte knüpfen.

Am 29. Und 30 Januar 2020 wurde im Mannheimer Congress Center Rosengarten einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum der FONDS professionell KONGRESS längst das Maß aller Dinge in der deutschsprachigen Investmentbranche ist. Bereits bei der Vorabendveranstaltung waren zahlreiche erfahrene Fondsmanager zu hören und persönlich zu sprechen.  Keine andere Veranstaltung bietet wohl die Möglichkeit, so viele hochrangige Führungspersönlichkeiten wichtiger Produktanbieter, prominente Fondsmanager und Finanzberater aus dem In- und Ausland an zwei Tagen unter einem Dach zu treffen. Mit mehr als 6.000 Besucher täglich konnten wir nicht nur aus 215 hochkarätigen Vorträgen auswählen, sondern profitierten auch von unzähligen Informationen aus erster Hand, dem Austausch mit Kollegen, dem Knüpfen neuer Kontakte sowie Diskussionen mit den besten nationalen und internationalen Fondsmanagern und Experten über neue Ideen und Möglichkeiten.

Für Aktien ist man nie zu alt

Wer auf den Ruhestand zusteuert, sollte entgegen gängiger Faustregeln nicht die Aktienquote senken. Im Gegenteil: Der Aktienanteil sollte nach Renteneintritt sogar steigen.

Aktien sind insbesondere im Niedrigzinsumfeld unerlässlich, sagt Anlageprofi Markus Richert - und zwar unabhängig vom Alter der Investoren. Wir raten dazu, gängige Börsen-Faustregeln, die aus dem Alter von Anlegern eine ideale Aktienquote ableiten, zu ignorieren. Solche Regeln gehen davon aus, dass langfristig orientierte Aktienanleger Schwankungen aussitzen können. Mit steigender Haltedauer von Aktien soll deshalb die Verlustwahrscheinlichkeit sinken, und die Chance, Gewinne zu erzielen, wachsen.

Je jünger der Anleger, desto höher also die Aktienquote? Nein, das liegt nicht nur daran, dass die Lebenserwartung in den Industrienationen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen ist. Der Vermögensexperte verweist auf eine Studie zweier US-Finanzprofessoren, die untersucht haben, welche Aktienquote für angehende Rentner in unterschiedlichen Kapitalmarktumfeldern ideal gewesen wäre, wenn man jedes Jahr vier bis fünf Prozent des Anfangskapitals entnimmt. Das Ergebnis: Eine steigende Aktienquote hätte sich gelohnt.

Fette Jahre bereiten auf magere Jahre vor

Zu den allermeisten Zeiten stellte sich in der Simulation mitnichten ein anfänglich hoher und dann sinkender Aktienanteil als optimal heraus, damit das Kapital bis zu 40 Jahre lang reicht - sondern exakt das Gegenteil: Die Simulation zeigte eindrucksvoll, dass es günstiger ist, mit einem vergleichsweise niedrigen Aktienanteil von lediglich 20 Prozent in den Ruhestand zu starten und diesen Anteil dann Jahr für Jahr zu steigern.

Durch die anfänglich niedrige Aktienquote sinkt das Risiko, sofort nach der Investition bei einem Aktienmarkt-Crash Verluste zu erleiden. Umgekehrt fallen nach einigen guten Aktienjahren mögliche Einbrüche nicht mehr so stark ins Gewicht. Fazit: "Zu alt für Aktien ist man nie." (fp)

(Eintrag vom 31.01.2020)

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