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Anleger sind nervös - Omikron - Bedrohung für die Aktienmärkte

News vom 03.12.2021

News vom 03.12.2021 - Finanzcoching Helmut Böse

Die neue Coronavirus-Variante Omikron wird von der WHO als "sehr bedrohlich" eingestuft. Erste Länder wie Israel haben ihre Grenzen geschlossen. Der nächste weltweite Lockdown bahnt sich an. Die Aktienmärkte sind diese Woche dennoch relativ stabil. Warum - und wie geht es weiter?

Letzten Freitag kam der Schock. Eine neue besonders stark mutierte Virus-Variante tauchte auf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte diese am Freitag als "besorgniserregend" ein , bis Montag legte sie mit der Einschätzung "sehr hohes globales Risiko" nach. Frank Montgomery, Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes, äußerte die Sorge, "dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola.

Dr. Andreas Beck bewertet als unabhängiger Finanzmathematiker die Qualität von Vermögensverwaltungen. Unter anderem testet er zusammen mit n-tv seit über zehn Jahren die Portfolios der führenden Privatbanken in Deutschland.

Man braucht keine große Fantasie, um sich auszumalen, dass dies die Weltwirtschaft und damit die Aktienmärkte einbrechen lassen sollte. Bisher ist vieles unklar, aber die Märkte mögen keine Unsicherheit und im Zweifel verkauft man besser zu früh als zu spät. Freitag ging es knapp 5 Prozent mit dem Dax bergab. Wie durch Zauberhand hatten sich die Märkte aber trotz eines Wochenendes voller schlechter Nachrichten am Montag schon wieder beruhigt.

Das war nicht abzusehen und jetzt rückblickend eine Erklärung dafür zu geben, darf nicht damit verwechselt werden, dass es nicht auch ganz anders hätte kommen können. Am Aktienmarkt entstehen Preise allein durch die Frage, wer zu welchem Preis verkaufen und wer zu welchem Preis kaufen will. Fundamentale Kennzahlen sind kurzfristig irrelevant, viel wichtiger für die Portfoliomanager ist die Einschätzung, was die anderen Portfoliomanager machen werden. Hier entscheiden Kleinigkeiten über die Stimmung. Die reicht von "alles halb so wild, die neuen Probleme nehmen der US-Notenbank die Möglichkeit einer restriktiveren Geldpolitik - es ist damit sogar positiv" bis zu "jetzt muss man so schnell wie möglich aussteigen, die neuen Problem überfordern viele Staaten und es wird jetzt zu dramatischen Verwerfungen kommen".

Aktienmärkte lassen hoffen

Interessant ist, dass Omikron bei aller Unsicherheit auch eine große Hoffnung darstellt. Betrachtet man vorhandene Daten zu früheren Pandemien, so endeten diese in der Regel dadurch, dass der Virus so lange mutiert, bis es eine extrem ansteckende, aber relativ harmlose Variante gibt, die sich weltweit durchsetzt. Virologen können hier einen Kausalzusammenhang erklären. Portfoliomanager sind keine Virologen, aber nicht wenige teilen diese optimistische Einschätzung.

Insofern lassen bei aller Sorge die Aktienmärkte hoffen. Auch wenn es die nächsten Tage dort turbulenter als normal werden sollte, die Krisenszenarien der WHO finden sich dort bislang nicht wieder. Und seit Adam Smith wissen wir, dass der Markt fast immer recht hat. Hoffen wir das es dieses Mal auch so ist. Die weitere Zukunft an den Märkten wird vor allem davon abhängen, ob die bisherigen Krankheitsverläufe repräsentativ sind. Prognostizieren kann das niemand. Der sich abzeichnende vorübergehende weltweite Lockdown hingegen scheint schon eingepreist.

Zudem gilt: Wer breit gestreut und langfristig im Aktienmarkt investiert ist, braucht sich keine Sorgen zu machen. Die Weltwirtschaft mag kurzfristig ins Straucheln geraten, langfristig funktioniert sie. Falls es jetzt doch noch zu einer ernsthaften Krise kommt, heißt es nachkaufen. Dr. Andreas Beck

(Eintrag vom 03.12.2021)

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