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Die nächste Geldschwemme naht

News vom 15.10.2021

News vom 15.10.2021 - Finanzcoching Helmut Böse

Nach der Pandemie-Geldschwemme ist vor der Öko-Geldschwemme: Bis 2050 will die EU der erste klimaneutrale Kontinent werden. Das wird nicht ohne massive staatliche Investitionen und Subventionen gelingen.

Die Folge: Eine "grüne Inflation" der Preise für ökologische Güter und Aktien.

Nach der Pandemie-Geldschwemme ist vor der Öko-Geldschwemme: Bis 2050 will die EU der erste klimaneutrale Kontinent werden. Das wird nicht ohne massive staatliche Investitionen und Subventionen für den klimafreundlichen Umbau der privaten Unternehmen funktionieren. Die Folge dürfte eine "grüne Inflation" sein - die Preise für ökologische Güter und Aktien werden steigen.

Der ökologische Umbau der europäischen Industrie ist eine Jahrhundertaufgabe. Als Zwischenziel sollen die Emissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 gesenkt werden. Dazu müssend die Staaten der EU ihre Investitionen in die Infrastruktur forcieren. Ohne die Privatwirtschaft mit hohen Subventionen zu unterstützen, würde der Umbau dennoch nicht gelingen.

Der "Green Deal" der EU ist die konzeptionelle Grundlage für diesen Wandel. Weil Europa ein Vorreiter der grünen Revolution sein will, wird ihre Finanzierung durch indirekte Zusagen der EZB abgesichert. Eigentlich keine Aufgabe der Notenbank, die sich nicht in die Politik einmischen sollte. Aber die klimapolitische Herausforderung wäre anders nicht zu meistern.

Preisinflation bei "grünen" Aktien droht

Die Staaten werden sich also massiv einmischen. Die staatlichen Anreizsysteme zum Kauf ökologischer Produkte oder für den industriellen Umbau werden von den Herstellern und Anbietern zum Teil aufgeschlagen werden, also die Preise treiben. Wir werden in den kommenden Jahren auch Fehlanreize bei Investitionen billigend in Kauf nehmen müssen, wenn wir die Klimaziele schaffen wollen. Das Gesamtvolumen wird höhere Dimensionen annehmen als die Fördergelder und Abschreibungen für den Wiederaufbau-Ost hatten. Profiteure werden dieses Mal Unternehmen mit hoher Affinität zu Umweltthemen sein.

Indirekt wird der Staat mit seiner Politik dann auch noch eine Vermögenspreisinflation bei "grünen" Aktien auslösen. Aller Voraussicht nach sind zur Kapitalbeschaffung auch etliche Börsengänge in den entsprechenden Segmenten zu erwarten. Vielleicht wird der Staat die Förderung bei der Vermögensbildung auf ökologisch ausgerichtete Investments beschränken. Da Investoren gleichgerichtet nachhaltige Produkte nachfragen werden bzw. sogar staatlich gelenkt nachfragen müssen, könnten irgendwann in den 2020er Jahren grüne Preisblasen entstehen. Man denke nur an den "staatlich gepushten Aktienhype" im Zusammenhang mit der Privatisierung der Telekom von 1996 bis 2000.

Ökologisch denkende Verbraucher geben gerne etwas mehr Geld für Bio-Produkte aus. Beim verantwortungsvollen Investieren sollten jedoch der Preis und der Wert für eine Aktie nicht zu weit auseinanderlaufen. Focus online

(Eintrag vom 15.10.2021)

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