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Raus aus dem Tages- und Festgeld

News vom 01.10.2021

News vom 01.10.2021 - Finanzcoching Helmut Böse

Die Inflation in Deutschland klettert auf den höchsten Stand seit fast 30 Jahren. In den kommenden Wochen dürfte die Inflationsrate Richtung fünf Prozent anziehen.

Die finanzielle Repression nimmt Fahrt auf

Auf höhere Leitzinsen müssen die Amerikaner also noch lange warten. Für Europa gilt dies dann umso mehr. Die finanzielle Repression (schleichender Sparverlust) biegt auf die Zielgerade ein. Mit Ende der Finanzkrise hat die Gelpolitik neue Wege eingeschlagen. Zinsen wurde auf breiter Front gesenkt. Für deutsche Bundesanleihen bewegen sich die Zinsen fast aller Laufzeiten seit Jahren im negativen Bereich. Gleichzeitig versucht man die Inflation zu stimulieren.

Entschuldung durch Inflation

Die anziehende Inflation soll helfen sukzessive die Schuldenlast der Staatshaushalte zu entwerten. Entschuldung durch Inflation ist für Staaten eine elegante Methode sich der Schulden zu entledigen. Deutschland als Schuldner mit hoher Kreditwürdigkeit hat dabei aber einen besonderen Vorteil. Damit gilt die Rückzahlung der Schulden als sehr sicher. Durch die Besonderheiten der kameralistischen Buchführung verdient der Bund mit seinen Schulden Geld. In Zeiten von Minuszinsen, muss der Bund für seine Schulden nichts bezahlen. Im Gegenteil, der Bundesfinanzminister bekommt von seinen Gläubigern noch Geld dafür, dass sie ihm Geld leihen dürfen.

Eine kalte Enteignung

Für konservative Sparer wirken die Negativzinsen allerdings wie eine Steuer auf Einlagen und Festgelder. Eine zusätzliche Belastung kommt durch das Verwahrentgeld, dass viele Banken bereits für Beträge ab 25.000 Euro eingeführt haben. Durch die Kombination von Negativzinsen, Verwahrentgeld und Inflation werden Anleger nicht nur kalt enteignet, sondern es stellt die Menschen auch vor große Probleme beim Sparen und bei der Altersvorsorge. Der Zins und damit der Zinseszinseffekt sind bei Zinspapieren quasi abgeschafft.

Raus aus dem Tages- und Festgeld!

Risiko und Rendite sind untrennbar miteinander verknüpft, und wer in Aktien investiert, muss bereit sein, Schwankungen im Vermögensaufbau auszuhalten. Berechnet man jedoch das Risiko einer Aktienanlage basierend auf historischen Daten, ist es schwer erklärbar, warum viele Menschen in Deutschland dieses Risiko komplett scheuen. Studien belegen immer wieder, dass sich langfristiges Sparen in Aktien in den vergangenen 50 Jahren in der Regel ausgezahlt hat. Leider erliegen jedoch immer noch viele Sparer der "Nominalwertillusion". Das das Geld auf dem Tages- oder Festgeldkonto sicher angelegt ist, ist eine Illusion. "Nominal", also ohne Einberechnung der Inflation, bleibt der Wert des Vermögens erhalten. Aber die Preise steigen. "Sicher" ist derzeit nur, dass sich Sparer mit dem angelegten Geld in Zukunft weniger leisten können. Je stärker die Inflation steigt, je schneller schmilzt das Vermögen dahin. Es gibt nur einen Weg sein Kapital auch real zu erhalten: Raus aus dem Tages- und Festgeld.

(Eintrag vom 01.10.2021)

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