Übrigens
Unsere Mandanten empfehlen uns weiter, weil wir angenehm anders als alle anderen im Finanzsektor sind.

 

Facebbok

Verband nennt Lage vieler Lebensversicherer alarmierend

News vom 16.07.2021

News vom 16.07.2021 - Finanzcoching Helmut Böse

Der Bund der Versicherten (BdV) hat erneut die Solvenzquoten der deutschen Lebensversicherer unter die Lupe genommen. Wie in den Vorjahren weisen bei kritischer Betrachtung einige Gesellschaften zu niedrige Quoten auf.

Wenn der Bund der Versicherten (BdV) Recht behält, dann müssten einige deutsche Lebensversicherer demnächst sehr große Probleme bekommen. Fast die Hälfte der Gesellschaften erreicht die gesetzlich vorgeschriebene "ausgewiesene" Solvenzquote von 100 Prozent nicht oder nur mithilfe von Übergangsmaßnahmen. Zudem haben einige auch Probleme mit der Gewinnerwartung.. Allerdings ist diese Quote nicht der einzige und ausschlaggebende Indikator für die finanzielle Lage eines Lebensversicherers.

Die Solvenzquote ist ein Maßstab, ob ein Versicherer mit seinen Eigenmitteln auch bei einem Börsencrash und Verwerfungen an den Kapitalmärkten seine Verpflichtungen gegenüber seinen Kunden erfüllen kann. Bei 100 Prozent oder mehr ist das der Fall.

Verschiedene Solvenzquoten

Schaut man nur auf die ausgewiesene Solvenz, so erreichen alle Versicherer eine Quote von mehr als 100 Prozent. Bei Berücksichtigung der reinen Solvenz reißen laut BdV 20 Versicherer die 100er Hürde, rechnet man die Kundengelder auch noch heraus, schaffen nur 42 der 80 Gesellschaften die vorgeschriebenen Mindestdeckung. "Würden die Versicherten tatsächlich alle die ihnen gehörenden Überschüsse ausgezahlt bekommen, dann ist mehr als die Hälfte der Versicherer angezählt", so BdV-Vorstand Axel Kleinlein.

Experten sehen die bereinigte Solvenquote kritisch.. Daher müsse man neben der Solvenzquote auch weiteren Kennzahlen betrachten, wolle man die Finanzsituation eines Versicherers realistisch einschätzen.

23 Versicherer haben "ernsthafte Probleme"

Die Verbraucherschutzorganisation beziehungsweise Analysten ziehen tatsächlich noch andere Indikatoren heran. Eine ist die Gewinnerwartung der Unternehmen, die weder zu hoch noch zu niedrig sein sollte: So würden etwa hohe erwartete Profite ein Zeichen für eine großzügige Kostenkalkulation sein - zugunsten der Versicherer.

Lediglich sieben Versicherer würden eine aus Verbrauchersicht akzeptable Gewinnerwartung ausweisen. Bei 16 Unternehmen sollte nachgesteuert werden, bei 57 Unternehmen sei die Gewinnerwartung entweder aus Verbrauchersicht unangemessen hoch oder zu niedrig. Zudem: Fasse man die Unternehmen zusammen, die eine zu geringe reine Solvenz oder eine negative Gewinnerwartung haben, dann zeige es sich, dass 23 der 80 untersuchten Versicherer ernste Probleme hätten. (jb)

(Eintrag vom 16.07.2021)

Wenn Sie aktuelle Informationen wünschen, rufen Sie uns an oder mailen Sie uns.