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Börsen stehen unruhige Zeiten bevor

News vom 12.02.2021

News vom 12.02.2021 - Finanzcoching Helmut Böse

Die Zockerei mit Gamestop-Aktien wirbelt die Börsen durcheinander. Auch in nächsten Wochen dürfte das Ringen zwischen Hedgefonds und privaten Spekulanten für wilde Kurssprünge sorgen.

Aus dem Corona-Beben ist an den Börsen ein Gamestop-Beben geworden. Nicht das Virus sorgte in den vergangenen Tagen für den meisten Gesprächsstoff, sondern die Geschehnisse um die Aktie eines Videospiele-Händlers - mit einem Kampf zwischen Short-Spekulanten und privaten Anlegern, die sich in einem Internet-Forum mobilisiert haben. Sie zwangen mit konzertierten Käufen Hedgefonds zur Auflösung ihrer Wetten auf den Kursverfall bestimmter Papiere und trieben sie teilweise an den Rand des Ruins. Die Turbulenzen verhagelten spät im Januar einen schon gut geglaubten Jahresauftakt - und sie könnten Experten zufolge auch noch nicht vorbei sein. besser.

Das Thema könnte am Ende zu einer ernsthaften Bedrohung für das gesamte Finanzsystem werden, weil eine Schieflage bei Hedgefonds zu drastischen Verwerfungen führen können. Da an den modernen Finanzmärkten alles eng ineinandergreift, kann das Herausspringen von zu vielen Rädchen dazu führen, dass das Gesamtsystem nicht mehr richtig funktioniert. Anlagestrategen sehen in dem Kampf der privaten Spekulanten gegen die Profis eine "soziale Anlageentscheidung" und damit einen neuen, nur schwer prognostizierbaren Einflussfaktor an den Börsen. Regulierer und die Politik könnten jetzt gefragt sein mit dem Ziel, manipulative Markteingriffe von Hedgefonds und einer Herde Kleinanleger gleichermaßen zu verhindern.

Fest steht: Der Höhenflug der Börsen wurde erst einmal beendet. Dazu trugen auch schleppende Coronavirus-Impfungen, Diskussionen um verschärfte Pandemie-Beschränkungen und durchwachsene Firmenbilanzen bei. Für die erfolgsverwöhnten Anleger, die wochenlang nur steigende Aktienkurse kannten, wird es jetzt das erste Mal seit langem wieder richtig ungemütlich.

Manche Experten sehen bisher keinen generellen Stimmungsumschwung. Bei den aktuellen Verlusten handele es sich lediglich um überfällige Gewinnmitnahmen. Zwischen Ende Oktober und Anfang Januar hatte der Leitindex mehr als 20 Prozent zugelegt und war zeitweise auf ein Rekordhoch von 14.131 Punkten gestiegen. In der neuen Woche sei jedoch ein Lichtblick zu erwarten.
Quelle: ntv.de, jga/rts/dpa

(Eintrag vom 12.02.2021)

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