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Finanzmarktprognose 2021: Der Aufschwung kommt

News vom 08.01.2021

News vom 08.01.2021 - Finanzcoching Helmut Böse

Im Frühjahr beginnt für Anleger die Nach-Corona-Zeit: Weltweite Konjunkturerholung, steigende Börsenkurse. Der Konsum und der Optimismus kehren zurück.

Aber auch ein lang verschwundenes Schreckgespenst. Das alles erinnert mich an die Weihnachtsgeschichte: An Maria, die hochschwanger mit Josef in die Fremde muss. Daran, dass für sie kein Platz in der Herberge ist und ihnen nur ein Stall übrig bleibt. Wie Maria nicht einmal das Nötigste hat, um ihr Kind zur Welt zu bringen, von einer vertrauten Umgebung, in der sie sich wohlfühlt, ganz zu schweigen. Als das Kind endlich da ist, müssen sie wieder fort.

Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen - Entschuldigung, aber der musste jetzt sein. Denn selten passte dieses Bonmot so gut wie im Jahr 2020, das so völlig anders verlaufen ist als erwartet. Eine Pandemie, die unseren Alltag umkrempelt und mit hohen gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Schäden einhergeht, hatte vor zwölf Monaten fast niemand auf dem Radar.

Und da sie bis heute andauert, ist auch die hier skizzierte Prognose für das kommende Jahr mit ausgeprägten Risiken behaftet. Die tatsächlichen Entwicklungen halten sich nun einmal nicht unbedingt an Vorhersagen. Weil aber die Entscheidungen der Wirtschafts- und Finanzmarktakteure immer auf die Zukunft gerichtet sind und daher grundsätzlich unter Unsicherheit vorgenommen werden, bleiben die Einschätzung der wahrscheinlichen Entwicklungen wichtig - auch in Zeiten der Pandemie.

Die baldige Verfügbarkeit von Impfstoffen wird das Virus zwar nicht gänzlich zum Verschwinden bringen, aber es ist absehbar, dass die Corona-Pandemie mit Beginn des Frühjahrs an Dynamik verlieren und damit nicht mehr das dominierende makroökonomische Thema sein wird. Die Social-Distancing-Maßnahmen auf der nördlichen Halbkugel werden stark gelockert werden können. In der Folge hellt sich der Wirtschaftsausblick massiv auf.

Viele Haushalte haben ihren Konsum in diesem Jahr reduziert. Entweder weil sie etwa aufgrund von Reisebeschränkungen oder Restaurantschließungen nicht konsumieren konnten, oder weil sie es aus Gründen der Vorsicht nicht wollten. Das Volumen dieser aufgestauten Nachfrage ist sehr hoch. Und vom Frühjahr an dürfte es sich entladen.

Parallel dazu zeichnet sich für das kommende Jahr ein nahezu synchroner Aufschwung in fast allen wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt ab, wobei sich die verschiedenen Effekte gegenseitig noch verstärken dürften. Mit dem Regierungswechsel in Washington dürften die Konflikte, die den Welthandel seit Anfang 2018 spürbar beeinträchtigt hatten, zumindest vorerst abgeschwächt werden.

Schließlich dürfte für einen längeren Zeitraum weder die Geld- noch die Fiskalpolitik aktiv gestrafft werden. Im Gegenteil, es zeichnen sich zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen ab. So hat die EZB in der vergangenen Woche die Geldpolitik einmal mehr gelockert und der von der EU verabschiedete Hilfsfonds "Next Generation EU" erlaubt es den höher verschuldeten Ländern der Euro-Zone,an einer akkommodierenden Fiskalpolitik festzuhalten. Im US-Kongress zeichnet sich ebenfalls eine Annäherung für ein neues Fiskalpaket ab. Daher sollte die globale Wirtschaftsdynamik 2021 an Fahrt gewinnen und sowohl regional als auch sektoriell sehr breit aufgestellt sein.

(Eintrag vom 08.01.2021)

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