Übrigens
Unsere Mandanten empfehlen uns weiter, weil wir angenehm anders als alle anderen im Finanzsektor sind.

 

Facebbok

Trendwechsel beim Dollar

News vom 28.08.2020

News vom 28.08.2020 - Finanzcoching Helmut Böse

Für Anleger bleibt die Entwicklung des US-Dollars von Interesse. In den meisten weltweit anlegenden Wertpapierfonds entfällt ein Großteil der Fondsvermögen auf die USA.

Im Weltaktienindex beispielsweise ist das Gewicht von US-Aktien auf gut 60 Prozent gestiegen. Hinzu kommt, dass sich viele andere Währungen aus Euro-Sicht meist mehr oder weniger in die gleiche Richtung wie der US-Dollar bewegen.

Wer außerhalb des Euroraumes anlegt, ist also zumindest indirekt auch vom Wechselkurs des Dollars zum Euro abhängig. Seit Frühjahr 2018 erhielten Anleger gut zwei Jahre lang vom Dollar Rückenwind. Denn die US-Währung steigerte ihren Wert gegenüber dem Euro um rund 15 Prozent: In der Spitze mussten vor zweieinhalb Jahren 1,255 Dollar für einen Euro bezahlt werden. Ende März dieses Jahres waren es zeitweilig kaum mehr als 1,06 Dollar. Der Wert eines US-Dollars stieg also von knapp 80 auf rund 94 Euro-Cent.

Doch die Corona-Krise scheint den Aufwärtstrend des US-Dollars beendet zu haben. Nach dem turbulenten März beruhigte sich das Geschehen zwar auch an den Devisenmärkten. Aber in der letzten Mai- und ersten Juniwoche stieg der Euro bereits bis 1,14 Dollar. Und im Juli setzte sich die Euro-Stärke mit einem Anstieg Richtung 1,16 Dollar fort. Der im ersten Quartal 2018 begonnene Aufwärtstrend des US-Dollars ist damit gebrochen. Er hatte sich auf die bessere Konjunkturentwicklung in den USA und deshalb höheren Zinsen dort stützen können. Doch die Corona-Krise traf die USA mit voller Wucht.

Nach verheerenden Fehleinschätzungen durch Präsident Trump stehen die USA bei der Zahl der Infizierten und Todesopfer weltweit an der Spitze. Der schnellste Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Geschichte der USA zeigte die katastrophale Wirkung der Corona-Pandemie auf die größte Volkswirtschaft der Welt. Die US-Notenbank Fed erhöhte ihre Kreditprogramme zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise auf 2,3 Billionen Dollar und senkte zweimal ihre ohnehin nicht hohen Leitzinsen. Der Zinsvorteil der US-Währung ist damit klein geworden, was an den Devisenmärkten sofort registriert wurde. Mit dem Anstieg des Euro auf neue Jahreshochs über 1,15 US-Dollar könnte eine länger anhaltende Schwächephase der US-Währung begonnen haben. 2017 war der Euro von 1,05 auf 1,20 Dollar gestiegen. Eine vergleichbare Entwicklung ist auch in den kommenden Monaten vorstellbar.

(Eintrag vom 28.08.2020)

Wenn Sie aktuelle Informationen wünschen, rufen Sie uns an oder mailen Sie uns.