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Konjunktur und Börse

News vom 10.07.2020

News vom 10.07.2020 - Finanzcoching Helmut Böse

Nach dem sogenannten Corona-Crash im März, bei dem weltweit die Aktienmärkte Verlust von durchschnittlich fast 40 Prozent erlitten, ging es an den Börsen deutlich aufwärts.

Der größere Teil der Kursverluste ist schon aufgeholt, obwohl die Infektions- und Todesopferzahlen weltweit noch immer steigen. Wie ist es um Weltwirtschaft und Börse bestellt?

Übertragen auf Wirtschaft und Aktienkurse bedeutet das folgendes: Der Wirtschaft wächst zwar mal schneller und mal langsamer, im Großen und Ganzen aber doch vergleichsweise stetig. Allenfalls gibt es Phasen schwacher Konjunktur; in einer Rezession geht das Sozialprodukt auch schon mal zurück. Die Börse versucht diese vorauszusehen. Die Börse hat gleichsam einen größeren Bewegungsdrang. Wenn die Aktienanleger zu wissen glauben, wo es lang geht, laufen sie der realen Wirtschaft gerne voraus. Manchmal folgt die Börse der Wirtschaft nicht sofort oder wittert etwas, stellt Spekulationen an, was dazu führt, dass die Börse in eine andere Richtung läuft. Aber insbesondere, wenn die Börse unsicher ist, wie es weitergeht, läuft sie zurück, sucht die Nähe zu den greifbaren Fakten. Dann laufen Wirtschaft und Börse parallel, bis die Börse wieder optimistisch vorausläuft oder Gründe hat, zurückzubleiben. Letztendlich koppelt sich die Börse aber nicht von der realen Wirtschaft ab.

Übertragen auf die vergangenen Monate ergibt sich folgendes Bild: Als der Spaziergänger (Realwirtschaft) Anfang März erkannte, dass er aufgrund vorher nicht gesehener Hindernisse (Pandemie) ein Stück des Weges zurückgehen muss (Rezession), bedeutete das für den schon vorausgelaufenen Hund (Börse), schnell und weit zurücklaufen zu müssen (Crash). Seit Ende März glaubt der Hund zu wissen, welchen Weg sein Herrchen eingeschlagen hat (allmähliche Erholung der Weltwirtschaft) und läuft deshalb wieder vorweg. Inzwischen bleibt der Hund ab und zu stehen, um sich zu vergewissern, dass der Mensch noch auf dem eingeschlagenen Weg ist.

Das Szenario, mit dem die Marktteilnehmer mehrheitlich rechnen, ist das einer Konjunkturerholung im zweiten Halbjahr, die sich im kommenden Jahr fortsetzt. 2021 soll die Wirtschaftsleistung deutlich über dem von der Pandemie gekennzeichneten Jahr 2020 liegen, auch wenn vielleicht noch nicht das Niveau des Rekordjahres 2019 übertroffen wird.

(Eintrag vom 10.07.2020)

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