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Corona Folgen - Wer soll das bezahlen?

News vom 08.05.2020

News vom 08.05.2020 - Finanzcoching Helmut Böse

Die Corona-Krise hält die Welt in Atem und beeinflusst den Alltag der Menschen in bis vor kurzem ungeahntem Ausmaß.

In den letzten Wochen wird sich so mancher in Deutschland und Europa diese Frage gestellt haben.

Denn für Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise stellt allein der deutsche Staat mehr als 1 Billion Euro zur Verfügung. Der Großteil der Summe entfällt laut Finanzministerium auf Garantien in Höhe von insgesamt fast 820 Milliarden Euro. Größter Einzelposten ist hier der Wirtschaftsstabilisierungsfonds, der die Finanzierung von Unternehmen sichern soll und dazu Garantien bis zu einer Gesamthöhe von 400 Milliarden Euro übernehmen kann. Hinzu kommen Zahlungen wie etwa Kurzarbeitergeld, Soforthilfen für Kleinunternehmer und zusätzliche Ausgaben für das Gesundheitswesen.

Nun kommen zusätzlich Subventionsbittsteller die Bühne:

  • Der Deutsche Kulturrat fordert unabhängig von den bestehenden Rettungspaketen für Selbstständige einen "nationalen Kulturinfrastrukturförderfonds" für betroffene Künstler.
  • Die Kinos halten nach Aussage ihres Branchenverbands einen staatlichen Zuschuss.
  • Auch der Zentralrat der Muslime fordert Finanzhilfen.
  • Automobilindustrie möchte gern eine neu ausgestaltete "Abwrackprämie" und ein Konjunkturprogramm.
  • Eine "Mobilitätsprämie auch E-Bikes oder Abos fürs Bahnfahren fordert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club.
  • Bei der Lufthansa geht es nicht allein um staatliche Hilfen, sondern um den Einstieg des Bundes als Miteigentümer.
  • Die DEHOGA fordert weitere Hilfen für die von der Corona-Krise gebeutelte Gastronomie.
  • Der deutsche Einzelhandel erwartet wegen der Corona-Krise bis zu 50.000 Insolvenzen in der Branche. Während der vierwöchigen Schließungen von Geschäften aus dem Nicht-Lebensmittel-Bereich hat die Branche bereits rund 30 Milliarden Euro Umsatz verloren, der auch nicht wiederzubekommen ist. Die Zahl von 50.000 Insolvenzen wird deshalb erwartet, weil das Eigenkapital vieler Unternehmen vor allem angesichts hoher Mietforderungen nicht ausreicht..
Die Corona-Krise wird historisch teuer

Fest steht jetzt schon, obwohl ein Ende der Krise noch nicht absehbar ist, die Corona-Krise wird historisch teuer. Der ursprünglich beschlossene Bundeshaushalt für 2020 betrug lediglich 362 Milliarden Euro. Jetzt kommen noch einmal 1000 Milliarden Euro zusätzlich hinzu. Denn die Krise trifft die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt hart. Leere Straßen, geschlossene Läden, ausgebremste Produktion, das öffentliche Leben und die Wirtschaft wurden innerhalb von Tagen heruntergefahren. Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist.

(Eintrag vom 08.05.2020)

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