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Crash-Propheten haben wieder Konjunktur

News vom 24.01.2020

News vom 24.01.2020 - Finanzcoching Helmut Böse

In den Finanzressorts der Zeitungen werden die Seiten freigeräumt für große Tabellen mit vielen Prognosen der unterschiedlichsten Prognosegeber.

Wenn gerade nichts Spektakuläres passiert, taugt die Vorschau gar zum Zeitungs- oder Magazinaufmacher. Verkauft sich gut am Kiosk. Die Tabelle ist meist so platziert, dass sie sich gut ausschneiden lässt. Was viele Leser auch gerne tun - und sie dann an die Pinnwand heften. Ein bisschen so, wie sie es mit der Stecktabelle des Kicker-Sonderhefts vor Beginn einer jeden Fußballbundesliga-Saison tun.

Das Problem an der Geschichte ist, dass die Kicker-Stecktabelle mehr Aussagekraft hat als die Dax-Dow-Euro-Gold-Heiz-und-Palmöl-Tabelle. Die Kandidaten für den kommenden deutschen Meister, das haben die vergangenen Jahre gelehrt, lassen sich recht verlässlich eingrenzen. Bei den Absteigern wird es dagegen etwas schwieriger. Da ist immer mal wieder einer dabei, den man dort nicht unbedingt vermutet hätte, einerseits.

Der Prognosegeber hat letztlich zwei Möglichkeiten der Prognose-Herleitung. Möglichkeit eins ist die defensive Variante. Dem so genannten Crash-Propheten geht es darum, möglichst große Aufmerksamkeit mit seiner Prognose zu erzielen, also im besten Falle der Held der Geschichte zu werden. Dass tut er, indem er möglichst weit vom Prognosemittelwert abweicht; wenngleich auch er ein "Sicherheitsnetz" einzieht. Denn er wird mit großer Wahrscheinlichkeit nach unten abweichen, also den Rückschlag vorhersagen, womöglich sogar den Crash. Denn der Untergangsprophet ist weit besser beleumundet, als derjenige, der neue Höchststände ausruft. Ein kritischer Geist, als der er höchstwahrscheinlich auch dann gilt, wenn seine Prognose nicht eintrifft. Dann eben ein Jahr später.

(Eintrag vom 24.01.2020)

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