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Was bedeutet uns Bargeld?
News vom 06.10.2023

Viele Deutsche wollen sich nicht zwischen Bargeld und bargeldloser Zahlung entscheiden müssen. Für sie steht Bargeld für Kontrolle, Freiheit, Datenschutz und Wettbewerb.
Das Bargeld steht jedoch unter Druck: Der 500-Euro-Schein wird seit 2019 nicht mehr hergestellt - und die Europäische Union hat eine Bargeldzahlungsgrenze von 10.000 Euro eingeführt. Das stößt bei vielen Deutschen, anders als bei den Skandinaviern, auf Ablehnung. Sie wollen auch in Zukunft ohne Probleme mit Bargeld bezahlen können.
In Deutschland und weiten Teilen Europas soll es bald ein neues gesetzliches Zahlungsmittel geben: Die Einführung des digitalen Euro rückt näher. Die EU-Kommission legte am Mittwoch in Brüssel einen Gesetzentwurf vor, der den Rechtsrahmen für die elektronische Gemeinschaftswährung bilden soll. Noch sind wichtige Fragen offen, viele Verbraucher bangen um die Zukunft des Bargelds.
"Nur Bares ist Wahres" - das ist in einigen Ländern schon fast ein Relikt. In Manchmal werden an vielen Orten in Deutschland keine Kreditkarten akzeptiert, sondern nur Bargeld. Die Gebühren sind oft der Grund dafür, warum die Gastronomen lieber Bargeld sehen. Die Gebühren für Kreditkartenzahlungen liegen je nach Anbieter bei etwa ein bis drei Prozent des Rechnungsbetrags, bei EC-Karten meist unter einem Prozent. Es gibt aber kein Recht auf Kartenzahlung.
Die Welt bewegt sich immer mehr in Richtung digitaler Zahlungsmethoden, aber in Deutschland ist Bargeld für viele Menschen und Situationen immer noch wichtig und nützlich. Es ist aber wahrscheinlich, dass Bargeld in Zukunft an Bedeutung verlieren wird, da digitale Zahlungssysteme immer mehr Vorteile bieten und die Technologie sich weiterentwickelt.
Die Corona-Pandemie hat dazu beigetragen, dass Bargeld langsam seinen Status als Zahlungsmittel Nummer eins verliert. Für Deutschland ist das aber noch ein langer Weg. Manche Theorien sagen, dass Deutschlands Vorliebe für Bargeld auf seiner turbulenten finanziellen Vergangenheit beruht.
Deutschland hat im 20. Jahrhundert zwei große Währungskrisen erlebt. Die Hyperinflation der Weimarer Republik in den 1920er Jahren und die Währungsreform nach dem Zweiten Weltkrieg haben tiefe Narben im kollektiven Gedächtnis hinterlassen. Diese Ereignisse haben zu einem tiefen Misstrauen gegenüber Banken und dem Finanzsystem geführt. Bargeld zu besitzen, wird oft als sicherer angesehen. Besonders die Hyperinflation der 1920er Jahre, als ein Brot Billionen von Mark kostete, ist vielen noch im Kopf, obwohl die Ereignisse lange her sind. Die finanzielle Instabilität, die diese Zeit prägte, könnte das Misstrauen gegenüber Bankensystemen und die Flucht in den materiellen Wert des Geldes erklären.
Bargeld bietet aber nur eine trügerische Sicherheit. Es basiert auf einer gesellschaftlichen Vereinbarung, die nur auf Glauben und Hoffnung beruht. Denn Bargeld ist nur bedrucktes Papier, dem ein Wert zugeschrieben wird. Der Wert des Geldes sollte eigentlich aus der Güterproduktion und den Dienstleistungen einer Volkswirtschaft berechnet werden. In den letzten Jahren haben die Zentralbanken weltweit jeden Monat Milliarden von neuem Geld in die Märkte gepumpt. Kritiker befürchten, dass die Finanzwirtschaft sich schon lange von der Realwirtschaft gelöst hat und große Teile der Welt einen Wohlstand auf Pump haben. Wahre Werte bekommt man in dieser Welt nur mit Sachwerten und Aktien. Sachwerte sind Wirtschaftsgüter mit einem hohen Nutzwert, der unabhängig von Geldwertschwankungen ist.
(Eintrag vom 06.10.2023)
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Übrigens: Unsere Mandanten empfehlen uns weiter, weil wir angenehm anders als alle anderen im Finanzsektor sind.
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