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Verzicht auf interessenorientierte Politik destabilisiert die Eurozone
News vom 13.12.2024

Die Eurozone verliert zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit im globalen Vergleich. Sie hinkt der Weltwirtschaft hinterher, insbesondere im Vergleich zum Globalen Süden und den USA.
Letztere stärken ihre Position durch Maßnahmen wie von Trump angekündigte Steuersenkungen, Deregulierungen und eine aktive Energiepolitik, die auf Versorgungssicherheit und wettbewerbsfähige Preise abzielt.
Folgen: Die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit führt zu stagnierendem oder rückläufigem Wachstum. Kapital wird in wirtschaftlich attraktivere Regionen verlagert, was finanzielle, gesellschaftliche und politische Probleme verschärft. Frankreich kämpft seit Jahren mit akuten Haushaltsdefiziten, die sich weiter zuspitzen. Auch Deutschland steht vor ernsten Herausforderungen: Ohne einen verabschiedeten Haushalt für 2025 drohen Haushaltslöcher von bis zu 60 Milliarden Euro.
Die beiden größten Volkswirtschaften der Eurozone - Deutschland und Frankreich - bremsen die gesamte Region aus (vgl. PMIs). Eine Politik, die weder wie in den USA noch in China realpolitisch und interessenorientiert agiert, schwächt die Wettbewerbsfähigkeit. Stattdessen stehen oft die Interessen Dritter im Vordergrund, während die Bedürfnisse des eigenen Wirtschaftsstandorts, der Unternehmen und Bürger vernachlässigt werden.
Beleg: Die zunehmende Abkehr der Wähler von etablierten Parteien in der EU zeigt, dass die Politik sich immer weiter von den Interessen der Bürger entfernt hat. Dies könnte die Eurozone und den Euro vor einen erheblichen Stresstest stellen. Die Aufgabe der Politik ist es, Schaden abzuwenden und Nutzen zu schaffen - ein Kurswechsel in zentralen Bereichen wie Energiepolitik, Leistungsprinzip, Deregulierung und Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten ist dringend notwendig.
Aktuelle Entwicklungen:
- Deutschland: Die Stimmung im Einzelhandel hat sich mit Beginn des Weihnachtsgeschäfts verbessert. Das IFO-Barometer stieg im November von -25,2 auf -22,1 Punkte. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Geschäftserwartungen wurden positiver beurteilt, wenngleich auf niedrigem Niveau.
- Eurozone: Die Arbeitslosenquote blieb im Oktober stabil bei 6,3 %, dem Allzeittief.
- Italien: Das BIP stagnierte im dritten Quartal 2024 im Quartalsvergleich, verzeichnete jedoch einen Anstieg von 0,4 % im Jahresvergleich. Beide Werte entsprachen den Prognosen.
Die Eurozone steht vor der Herausforderung, ihre Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen, um langfristig Stabilität und Wachstum zu sichern. Helmut Böse Chat GpD
(Eintrag vom 13.12.2024)
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