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Prominente als Köder - Wie Social-Media-Scams Anleger massenhaft täuschen
News vom 13.02.2026

Auf Instagram und Facebook verbreiten sich Betrugsanzeigen mit bekannten Gesichtern in alarmierendem Tempo.
Kriminelle missbrauchen Namen und Fotos prominenter Investoren, um Nutzer mit angeblich exklusiven Anlagetipps in professionell organisierte Scam-Systeme zu locken. Besonders häufig betroffen sind Frank Thelen, Dirk Müller und Philipp Hopf.
Eine exklusive Auswertung der Agentur Leakshield macht das Ausmaß deutlich: Allein für neun bekannte Finfluencer ( Finanz Influencer ) wurden in den vergangenen drei Monaten rund 85.000 betrügerische Anzeigen registriert - mehr als 1.000 pro Tag. Die Masche ist immer ähnlich: Die Anzeigen führen zu gefälschten Interviews, manipulierten Erfolgsgeschichten oder vermeintlichen Krypto-Geheimtipps. Wer klickt, landet häufig in Chatgruppen oder auf professionell gestalteten Webseiten - und verliert oft innerhalb kürzester Zeit Geld.
Die fragwürdige Rolle von Meta
Brisant ist dabei die Rolle des Mutterkonzerns Meta. Trotz jahrelanger Kritik werden viele betrügerische Anzeigen erst nach Nutzerhinweisen entfernt - und tauchen kurz darauf in leicht veränderter Form wieder auf. Für den Konzern bleibt das Problem wirtschaftlich attraktiv: Jede Anzeige generiert Werbeeinnahmen, unabhängig davon, ob sie seriös oder betrügerisch ist.
Warum Krypto besonders anfällig ist
Vor allem Krypto-Themen bieten einen idealen Nährboden für Betrug. Hohe Renditeversprechen, technische Komplexität und Unsicherheit bei vielen Privatanlegern senken die Hemmschwelle. Der Schaden geht dabei über den finanziellen Verlust einzelner Betroffener hinaus: Das Vertrauen in den gesamten Finanzmarkt wird untergraben.
Ein Déjá-vu für Anleger
Viele Anleger fühlen sich an den Börsengang der Deutsche Telekom zur Jahrtausendwende erinnert. Auch damals prägten massive Werbekampagnen, prominente Gesichter wie Manfred Krug und das Gefühl, es könne "eigentlich nichts schiefgehen", die öffentliche Wahrnehmung. Für zahlreiche Privatanleger endete das Engagement jedoch in einer bitteren Enttäuschung.
Fazit
Ob Telekom-Aktie damals oder Krypto-Scams heute: Marketing ersetzt keine Substanz. Prominente Namen sind kein Qualitätsmerkmal und kein Ersatz für fundierte Risikoaufklärung. Anleger sollten konsequent skeptisch bleiben - und Plattformen müssen sich fragen lassen, wie viel Betrug sie dulden, solange er sich rechnet. Das bleibt ein Lehrstück darüber, wie stark bekannte Gesichter Anlageentscheidungen beeinflussen können. Helmut Böse Chat GPD
(Eintrag vom 13.02.2026)
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Übrigens: Unsere Mandanten empfehlen uns weiter, weil wir angenehm anders als alle anderen im Finanzsektor sind.
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