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Kann Gold künstlich hergestellt werden? Zwischen Mythos und moderner Wissenschaft
News vom 15.08.2025

Gold war schon immer begehrt - und die Idee, es künstlich herzustellen, fasziniert die Menschheit seit Jahrtausenden. Was einst Alchemisten mit dem "Stein der Weisen" versuchten, ist heute ein Thema für moderne Forschung.
Aber wie realistisch ist künstliches Gold wirklich? Wissenschaft statt Magie
Gold entsteht im Weltall durch Supernovae - Energien, die auf der Erde kaum reproduzierbar sind. In Teilchenbeschleunigern wie dem CERN gelang es Forschern zwar, winzige Mengen Gold zu erzeugen, doch diese sind instabil und verfallen sofort wieder. Auch Bakterien wie Cupriavidus metallidurans können Goldverbindungen umwandeln - allerdings nur in kaum messbaren Mengen.
Gold aus Kernfusion?
Ein US-Startup namens Marathon Fusion geht noch weiter: In künftigen Fusionsreaktoren, die Energie wie in der Sonne erzeugen, soll auch Gold entstehen - als Nebenprodukt. Durch gezielte Bestrahlung von Quecksilber-Isotopen mit Fusions-Neutronen könnte stabiles Gold erzeugt werden. Theoretisch wären pro Gigawatt Reaktorleistung bis zu fünf Tonnen Gold jährlich möglich - genug, um die Baukosten der Reaktoren mitzufinanzieren.
Doch auf Dauer würde die synthetische Goldproduktion den Markt wohl überschwemmen und den Goldpreis crashen. Denn schon heute liegt die weltweite Stromerzeugungskapazität aller Kraftwerke laut US-Energieagentur (EIA) mit über 9000 Gigawatt fast viermal so hoch - und durch den KI-Boom wird sie noch massiv steigen. Nur die ersten Fusionsreaktoren werden mit zusätzlicher Goldproduktion also Geld verdienen können. Falls sich die Kernfusion als dominante Energiequelle durchsetzen und die synthetische Erzeugung dabei zum regulären Nebengeschäft werden sollte, könnte sie nicht nur Strom deutlich günstiger machen. Sondern auch Gold faktisch zum Billigmetall degradieren.
Realistische Gefahr für den Goldpreis?
Fazit
Künstliches Gold ist heute keine Utopie mehr - aber auch noch keine Bedrohung. Für Anleger bleibt Gold vorerst knapp, wertvoll und sicher. Die Forschung bleibt spannend, doch der Menschheitstraum vom "Gold auf Knopfdruck" ist noch Zukunftsmusik. Helmut Böse Chat GPD
(Eintrag vom 15.08.2025)
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