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Investitionsstrategie: Ist eine umfangreiche Diversifikation noch sinnvoll?

News vom 17.11.2023

News vom 17.11.2023 - Finanzcoching Helmut Böse

Die bekannte Börsenregel "Nicht alle Eier in einen Korb legen" ist Ihnen sicherlich geläufig. Wir betonen immer wieder, wie entscheidend der Gedanke der Diversifikation für den langfristigen Vermögensaufbau und die Ruhestandsplanung ist.

Es ist möglich, das Vermögen auf verschiedene Anlageklassen zu verteilen, aber auch eine Diversifikation über verschiedene Länder ist vorstellbar. Allerdings haben wir seit dem Ende des letzten Jahrhunderts einen starken Globalisierungsschub erlebt, was die Frage aufwirft, ob eine Diversifikation in verschiedene Regionen auf Portfolioebene überhaupt noch von Vorteil ist.

Die Globalisierung spiegelt sich nicht nur im Verhältnis der globalen Exporte zur globalen Produktion wider, sondern auch in den Jahresberichten deutscher Unternehmen. Die Umsätze im Ausland sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. 2022 machten beispielsweise nur noch 15 Prozent der Umsätze von SAP in Deutschland aus. Der Großteil des Umsatzes (43 Prozent) wurde in Nordamerika erzielt. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei BASF: Nur 10 Prozent der Umsätze wurden in Deutschland erzielt, während Nordamerika und Asien/Pazifik jeweils etwa ein Viertel aller Umsätze ausmachten. Daraus ergibt sich, dass die Gewinne deutscher Unternehmen nicht nur von der wirtschaftlichen Entwicklung des Heimatlandes beeinflusst werden, sondern auch von globalen Entwicklungen betroffen sind.

Die enge Verflechtung der Wirtschaft wurde insbesondere während der Corona-Pandemie deutlich, als zahlreiche globale Lieferketten zusammenbrachen und die heimische Produktion ins Stocken geriet. Wenn Unternehmensgewinne und damit Aktienkurse nicht nur eine Funktion der heimischen Wirtschaft, sondern auch der globalen Wirtschaft sind, müsste die Korrelation der Renditen an den Aktienmärkten zugenommen haben.

Jedes Mischportfolio erzielte eine höhere annualisierte Rendite als ein reines DAX-Portfolio. Der Mittelwert liegt bei 9,1 Prozent, während die Jahresrendite des DAX etwa 100 Basispunkte niedriger ist. Aber das ist noch nicht alles: Auch hinsichtlich der Volatilität und Sharpe Ratio erzielten Mischportfolios durchweg bessere Ergebnisse.

Trotz der Globalisierung macht eine breite Streuung nach dem Prinzip der Diversifikation in verschiedene Regionen und Assetklassen wie Aktien-, Misch-, Renten-, Unternehmensanleihe- und Strategiefonds immer noch Sinn.

(Eintrag vom 17.11.2023)

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Übrigens: Unsere Mandanten empfehlen uns weiter, weil wir angenehm anders als alle anderen im Finanzsektor sind.