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Frankreich und Großbritannien im Krisenmodus - Märkte preisen Risiken ein

News vom 05.09.2025

News vom 05.09.2025 - Finanzcoching Helmut Böse

Frankreich und Großbritannien stecken mitten in einer schweren Polit- und Finanzkrise. In beiden Ländern ächzen die Haushalte unter hohen Schulden, während Bürger über sinkende Leistungen und drohende Steuererhöhungen empört sind.

Der Unmut befeuert politische Spannungen: In Frankreich steht Premier François Bayrou bereits vor einem Misstrauensvotum, das seine Regierung zu Fall bringen könnte.

Die Folgen sind an den Märkten deutlich sichtbar. Am Mittwoch nahmen europäische Staaten mit 49,6 Milliarden Euro so viel frische Schulden auf wie nie zuvor an einem Tag. Die Nachfrage nach neuen Staatsanleihen trieb die Renditen europaweit nach oben. In Großbritannien stiegen die Renditen für 30-jährige Anleihen auf ein 27-Jahreshoch, in Frankreich kletterten sie seit Jahresanfang von 3,78 % auf 4,44 % - deutlich stärker als in Deutschland (von 2,60 % auf 3,34 %). Anleger verlangen höhere Risikoprämien, wenn sie hoch verschuldeten Staaten Kredit geben sollen.

Besonders kritisch: Sollte die Regierung in Paris scheitern, droht ein sprunghafter Anstieg der französischen Anleiherenditen. Damit rückt die Europäische Zentralbank in den Fokus. Mit ihrem Transmission Protection Instrument (TPI) aus dem Jahr 2022 könnte sie eingreifen, um die Spreads - also die Zinsunterschiede zwischen soliden und angeschlagenen Staaten - zu begrenzen. Alternativ könnte Deutschland erneut unter Druck geraten, über Fonds oder gemeinsame Haftungsmodelle französische Schulden mitzutragen.

Noch ist keine Staatspleite in Sicht. Doch die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie schnell politische Krisen in Europa auf die Finanzmärkte durchschlagen - und wie sehr der Kontinent von der Stabilität der EZB abhängt. Helmut Böse Chat GPD

(Eintrag vom 05.09.2025)

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Übrigens: Unsere Mandanten empfehlen uns weiter, weil wir angenehm anders als alle anderen im Finanzsektor sind.