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Finanziell frei - bis ans Lebensende

News vom 18.07.2025

News vom 18.07.2025 - Finanzcoching Helmut Böse

Eine gute Ruhestandsplanung endet nicht mit dem Rentenbeginn - sie beginnt dort erst richtig. Während klassische Altersvorsorgekonzepte oft nur bis zum Eintritt in den Ruhestand reichen, geht ein ganzheitlicher Plan deutlich weiter:
Ziel ist es, finanzielle Freiheit und Sicherheit bis zum Lebensende zu gewährleisten. Ruhestandsplanung ist damit mehr als nur "Sparen für später" - sie ist vergleichbar mit einem fundierten Financial Planning, das alle Lebensphasen berücksichtigt. Es geht darum, sowohl die aktive Erwerbsphase als auch die spätere Ruhestandsphase präzise zu durchdenken, zu kalkulieren und individuell zu gestalten.

Der Plan muss so lange reichen, wie das Leben dauert

Im Zentrum steht dabei die sogenannte Strategiedauer: Sie umfasst nicht nur die Jahre bis zum Ruhestand, sondern auch die gesamte Zeit nach Rentenbeginn. Das klingt selbstverständlich - wird aber in der Praxis oft übersehen.

Ein konkretes Beispiel: Eine 40-jährige Person, die mit 67 in Rente gehen möchte und davon ausgeht, ein Lebensalter von 95 Jahren zu erreichen, hat eine Planungsstrecke von 55 Jahren. Davon liegen 27 Jahre bis zur Rente - und 28 Jahre im Ruhestand. Beide Phasen sind essenziell - und finanziell unterschiedlich zu planen.

Ganzheitlich planen heißt: Wünsche, Risiken und Lebensziele einbeziehen

Ein erfahrener Ruhestandsplaner beginnt mit einer Analyse der Ziele, die der Kunde vor Renteneintritt verwirklichen möchte. Das kann die Finanzierung eines Eigenheims sein, der Start in die Selbstständigkeit, größere Reisen, oder das Studium der Kinder. Auch wichtige Absicherungen wie Berufsunfähigkeit, Hinterbliebenenschutz oder Krankheitskosten spielen in dieser Phase eine zentrale Rolle.

Erst wenn diese "aktive Lebenszeit" vollständig durchdacht und finanziell machbar geplant ist, rückt der eigentliche Ruhestand in den Fokus.

Rentenwunsch - in heutiger Kaufkraft formuliert

Im nächsten Schritt fragt der Berater gezielt nach dem Wunsch-Nettobetrag für den Ruhestand - allerdings nicht als bloße Zahl, sondern bezogen auf heutige Kaufkraft. Denn eine Rente von 2.500 Euro im Jahr 2050 entspricht bei einer langfristigen Inflation möglicherweise nur noch einem Wert von 1.500 Euro in heutiger Sichtweise.

Daher wird eine individuelle persönliche Inflationsrate ermittelt. Diese orientiert sich nicht nur an statistischen Werten, sondern auch an den persönlichen Lebensgewohnheiten und Zukunftswünschen des Kunden. Wer gerne reist, viel Kultur genießt oder regelmäßig essen geht, hat eine andere "gefühlte" Inflation als jemand, der eher genügsam lebt.

Der Bedarf bestimmt die Höhe der monatlichen Entnahmen

Basierend auf dem gewünschten Lebensstil und der kalkulierten Inflation berechnet der Planer, welcher monatliche Betrag im Ruhestand tatsächlich benötigt wird, um diesen Lebensstandard zu halten. Daraus ergibt sich das notwendige monatliche Entnahmevolumen.

Nun wird der Blick zurückgerichtet: Wie viel Kapital steht bis zum Renteneintritt zur Verfügung? Dazu zählen Ersparnisse, laufende Sparraten, erwartete Renditen und sonstige Einnahmequellen. Berücksichtigt werden auch gesetzliche und betriebliche Renten sowie mögliche Erbschaften oder Immobilienverkäufe.

Der Renditebedarf ergibt sich aus Ziel, Zeit und Mitteln

Am Ende dieses Prozesses ergibt sich die zentrale Rechengröße: Welche Rendite muss das angelegte Kapital erzielen, damit der Bedarf im Ruhestand gedeckt ist - und zwar über die gesamte Ruhestandsdauer hinweg?

Diese Zahl ist keineswegs nur theoretisch. Sie entscheidet darüber, ob ein sicherheitsorientiertes Portfolio ausreicht - oder ob risikobehaftetere, renditestärkere Anlagen nötig sind. Sie gibt den Rahmen vor, in dem sich die Vermögensstruktur entwickeln darf - und schützt gleichzeitig davor, unrealistische Erwartungen zu haben.

Fazit: Ruhestandsplanung endet nicht mit 67 - sie beginnt dort erst richtig

Wer finanziell frei bis ans Lebensende leben möchte, braucht einen durchdachten, mehrstufigen Plan, der nicht nur auf Zahlen, sondern auch auf persönlichen Wünschen, Lebensphasen und realistischen Annahmen basiert. Je früher man beginnt, desto größer sind die Gestaltungsspielräume - und desto sicherer lässt sich das Ziel einer sorgenfreien Zukunft erreichen. Helmut Böse Chat GPD

(Eintrag vom 18.07.2025)

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Übrigens: Unsere Mandanten empfehlen uns weiter, weil wir angenehm anders als alle anderen im Finanzsektor sind.