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Finanzbildung im Internet: Von fragwürdig bis fabelhaft
News vom 31.03.2023

Der Traum vom schnellen Geld, der finanziellen Freiheit oder Frührente ist weit verbreitet - und gerade in Zeiten hoher Inflation und geringer Zinsen ein verlockendes Szenario.
Kein Wunder, dass selbsternannte "Experten" und teils dubiose Firmen im Internet auf Kundenfang unterwegs sind - und ahnungslose Anleger oft um ihr Erspartes bringen.
Schneeballsysteme und Scharlatane
So zum Beispiel die Online-Finanzakademie IM Mastery Academy. Dort können Mitglieder für umgerechnet rund 250 Euro monatlich angeblich lernen, mit (Krypto-) Währungen zu handeln. Doch das sogenannte Forex-Trading ist äußerst riskant. Denn die Nachfrage nach Währungen ist enorm schwer vorherzusagen, da sie von vielen makroökonomischen Gegebenheiten abhängt. Das ist ein "Fachgebiet", in dem die Mehrheit der Investoren trotz eines Online-Trainings wohl kaum erfolgreich sein wird. Deshalb finanziert sich die IM Mastery durch eine Art Schneeballsystem: Vertriebspartner werben immer neue Kunden an, die ihrerseits wieder neue Kunden anwerben und dafür Geld kassieren bzw. sich die Monatsgebühr sparen.
Solange die Mitgliederzahlen wachsen, erwirtschaften besonders die Vertriebler an der Spitze des Schneeballsystems Gewinne. Doch sobald die Zahl der Neukunden stagniert oder zurückgeht, verliert die Mehrheit der Investoren ihr Geld. Mehrere Aufsichtsbehörden haben bereits vor IM Mastery und der Vorgängerplattform Imarkets-live.com gewarnt und die belgische Finanzaufsicht stellte offiziell Merkmale eines Pyramidensystems fest.
Ein weiteres, fragwürdiges Beispiel ist Velvet Autoinvest. Eine KI-Plattform, die sich mit den Worten beschreibt: "Dein exklusiver Anbieter für automatisiertes Investment - investiere jetzt genau wie die Hedgefonds und Banken". Interessenten können sich für eine mehr oder weniger riskante "Strategie" entscheiden und minimal 750 Euro investieren. Dann wird das Depot mit Velvet Autoinvest verknüpft, das automatisch für den Anleger Trades abschließt. Und das mit geradezu unglaublichem Erfolg: Es winkt eine angebliche, jährliche Performance von bis zu 128 Prozent, wobei Velvet 15 Prozent der Gewinne als Provision einbehält. Erfahrungsberichte bestätigen jedoch das Gegenteil: Viele Kunden schildern, dass sie zunächst hohe Rendite mithilfe der Velvet Strategie einfuhren - bis es zu Verlusten kam, die sich teils fast auf das komplette Anlagekapital erstrecken.
Auch bei sogenannten "Finfluencern" ist Vorsicht geboten. Diese "Influencer für Finanzen" sind primär auf Social Media aktiv und machen beispielsweise Tutorials darüber, wie man seine Anlagestrategie optimiert, oder zeigen in ihren Instagram-Storys, in welche Fonds oder Kryptowährungen sie gerade investiert haben.
Natürlich muss man hier die Spreu vom Weizen trennen, denn natürlich gibt es auch im Internet kompetente Ratgeber. Doch viele Finfluencer verfügen nicht über das nötige Finanzwissen, sondern erteilen Ratschläge, die ganz bestimmte Plattformen anpreisen. Für Werbung und Neukunden erhalten sie dann Provisionen.
Gute Finanzbildung gibt es kostenlos
Generell ist bei allen Angeboten, die das schnelle Geld versprechen, Vorsicht geboten. Insbesondere, wenn Kunden für gute Ratschläge, Trainings oder eine "sichere Strategie" stattliche Mitgliedsbeiträge zahlen müssen.
Doch es gibt auch Finanzwissen, das nichts kostet und viel bringen kann. So hat Börsenverlag für Anleger, die sich das nötige Finanz-Know-how aneignen möchten, ein völlig kostenloses und unverbindliches Standardwerk herausgebracht: Den "Basisinformation für Ihr Vermögen", in dem Sie erfahren, wie einfach Börse sein. Fragen Sie uns
(Eintrag vom 31.03.2023)
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Übrigens: Unsere Mandanten empfehlen uns weiter, weil wir angenehm anders als alle anderen im Finanzsektor sind.
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