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Der Schornstein muss weiter rauchen
News vom 21.11.2025

Die zuletzt schwächelnde KI-Euphorie erhielt durch Nvidias starke Quartalszahlen neuen Auftrieb.
Trotz zunehmender Warnungen vor Überbewertungen und einer möglichen KI-Blase zeigt der Markt, dass künstliche Intelligenz bereits tief in Wirtschaft und Finanzwelt verankert ist, sehr zur Freude der Anleger. Experten es für unklug, derzeit gegen die großen US-Techkonzerne zu wetten.
Parallel dazu richtet sich der Blick auf die US-Geldpolitik. Es steht weniger die Frage im Raum, ob sich das geldpolitische System verändert, sondern wie schnell und mit welchen Folgen für die Kapitalmärkte. Niedrigere Zinsen, politisch gewünscht von Präsident Donald Trump, würden Bewertungen stützen, Refinanzierungskosten senken und den Dollar schwächen. Doch dieser politische Einfluss gefährdet aus Helds Sicht das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Fed.
Das Machtspiel zwischen Regierung und Zentralbank nähere sich seinem Höhepunkt. Finanzminister Scott Bessent habe bereits mögliche Nachfolger für Fed-Chef Jerome Powell auf wenige Kandidaten reduziert, alle mit der Überzeugung, dass dauerhaft niedrigere Zinsen notwendig seien. Ob die Fed künftig noch als unabhängige Institution wahrgenommen werde, entscheide sich in den kommenden Wochen.
Für Investoren ergibt sich daraus ein wahrscheinlich werdendes Basisszenario: Eine politisch getriebene Lockerung mit einer Leitzinssenkung Richtung 2,25 % bis Jahresende sowie möglicher Wiederaufnahme quantitativer Lockerungen. Eine gezielte Verflachung der Zinskurve würde sowohl Anleihe- als auch Aktienmärkte stützen.
Gleichzeitig könnten die Inflationssorgen nachlassen. KI-basierte Effizienzgewinne stärken laut Held die Angebotsseite und dämpfen langfristige Inflationserwartungen. Damit erhält KI auch makroökonomische Bedeutung: Sie verändert die Produktionsstrukturen und damit die geldpolitische Entscheidungsbasis.
Sollte Trumps Strategie aufgehen, könnte kurzfristig ein "Goldilocks"-Szenario entstehen: niedrige Zinsen, steigende Märkte, moderate Inflation - getragen nicht von Kreditwachstum, sondern von Produktivitätsgewinnen. Held hält es für wahrscheinlich, dass der Leitzins bis Ende 2026 auf 2 bis 2,5 % fällt, wobei erneutes Quantitative Easing mögliche Renditeanstiege abfedern würde. Handelsblatt, FinanzmarktWelt, Helmut Böse Chat GPD
(Eintrag vom 21.11.2025)
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Übrigens: Unsere Mandanten empfehlen uns weiter, weil wir angenehm anders als alle anderen im Finanzsektor sind.
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