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Aktienmärkte und weltweite Ereignisse

News vom 12.01.2024

News vom 12.01.2024 - Finanzcoching Helmut Böse

Wer sich im letzten Jahr ausschließlich auf globale Ereignisse konzentriert und dabei die Entwicklung der Märkte vernachlässigt hat, könnte angesichts der teilweise stark gestiegenen Aktienkurse überrascht sein.

Krisen sind unvermeidlich. Wir haben die Corona-Pandemie, den Krieg in der Ukraine und den Nahost-Konflikt miterlebt. China demonstriert seine Stärke im Territorialkonflikt um das Südchinesische Meer. Zudem gibt es aktuell zahlreiche kleinere Konflikte.

Die sozioökonomischen Trends lassen keinen optimistischen Ausblick auf die kommenden Jahre zu. Das Bildungsniveau geht zurück, es gibt anhaltende Regierungsstreitigkeiten um den Haushalt. Die Migration stellt eine nahezu unlösbare Herausforderung für die gesamte europäische Politik dar und die gesellschaftliche Akzeptanz für die Energiewende und Klimapolitik ist begrenzt.

Können Aktien- und Anleihekurse unter diesen Umständen weiter steigen? An den Kapitalmärkten wird die Zukunft von Unternehmen, nicht von Gesellschaftsmodellen, gehandelt. Börsennotierte Unternehmen sind darauf ausgerichtet, Gewinne zu erzielen, und das hat in den letzten Jahrhunderten ziemlich gut funktioniert.

Da Gewinne tendenziell immer weiter steigen (schon allein, weil Gewinne eine nominale Größe sind) und Gewinne in Form von Dividenden ausgezahlt werden, ist auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mit Wertsteigerungen von etwa acht Prozent p.a. bei Aktieninvestitionen zu rechnen. Signifikante Abweichungen davon wären nur zu erwarten, wenn sich die Kurs-Gewinn-Verhältnisse massiv und dauerhaft verändern würden - was jedoch unwahrscheinlich ist.

Auch Anleihen könnten in den kommenden Jahren eine attraktive Performance erzielen; einerseits können wieder attraktive Zinsen erzielt werden, andererseits dürften die Renditen in den kommenden Jahren eher sinken, so dass hier noch zusätzliche (leichte) Kursgewinne zu erwarten wären. Je länger der Anlagehorizont ist, desto sicherer kann diese erwartete positive Wertentwicklung realisiert werden.

Es ist wichtig, immer die langfristige Perspektive im Blick zu behalten. Niemand hat eine Kristallkugel. Die Prognosen für das kommende Jahr sind immer sehr fehleranfällig und sollten mit einer gehörigen Portion Demut erstellt und auch konsumiert werden. Man muss die langfristigen Ziele im Auge behalten und sich nicht durch kurzfristige Ergebnisse irritieren lassen.

(Eintrag vom 12.01.2024)

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Übrigens: Unsere Mandanten empfehlen uns weiter, weil wir angenehm anders als alle anderen im Finanzsektor sind.